Historisch gewachsene Freigaben werden selten hinterfragt
StrukturellGenehmigungsschritte entstehen oft als Reaktion auf einen konkreten Fehler oder eine regulatorische Anforderung. Einmal eingeführt, bleiben sie bestehen — selbst wenn der ursprüngliche Anlass längst weggefallen ist. In regelmäßigen Prozessaudits zeigt sich immer wieder, dass ein erheblicher Anteil bestehender Freigabeschritte keine dokumentierte Begründung mehr hat. Die Frage, warum eine bestimmte Genehmigung existiert, stößt häufig auf Achselzucken statt auf belastbare Antworten. Dieser Mangel an Begründung ist kein Einzelfall — er ist ein strukturelles Muster in Organisationen, die ihre Prozesse nicht regelmäßig auf Relevanz überprüfen. Eine methodische Bestandsaufnahme aller Freigabeschritte, kombiniert mit der Frage nach ihrem dokumentierten Zweck, ist der erste Schritt zur Entlastung des Prozesses.